Katholisch-Theologische Fakultät
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Antrittsvorlesung von Prof. Dr. Isabelle Mandrella am 24. Mai 2013

24.05.2013

Mit Wirkung vom 1. Dezember 2012 wurde PD Dr. Isabelle Mandrella zur W2-Professorin für Christliche Philosophie und Theologische Propädeutik ernannt. Ihre Lehr- und Forschungsschwerpunkte liegen in der sowohl theoretischen als auch praktischen Philosophie des Mittelalters – insbesondere in der Philosophie des Nicolaus Cusanus (1401-1464), dem auch ihre Habilitationsschrift gewidmet ist.

Geboren wurde Frau Mandrella 1968 in Besançon (Frankreich). Im Anschluss an das Abitur in Koblenz studierte sie Katholische Theologie und Philosophie an der Universität Bonn. Nach dem Diplom in Katholischer Theologie wurde sie 2001 in Philosophie mit einer Arbeit zur mittelalterlichen Naturgesetzlehre promoviert. Die Promotion entstand unter der Ägide von Prof. Dr. Dr. h.c. Ludger Honnefelder und war der philosophischen Interpretation des Isaak-Opfers als eines naturgesetzlichen Konfliktfalls gewidmet. Nach mehreren Jahren als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Cusanusforschung in Trier und am Institut für Philosophie in Bonn habilitierte sich Frau Mandrella 2011 an der Universität Bonn in Philosophie mit einer Arbeit zur praktischen Philosophie des Nicolaus Cusanus. Anschließend übernahm sie die Lehrstuhlvertretung am Philosophischen Seminar der Universität Mainz und schließlich an der Katholisch-Theologischen Fakultät der LMU. Frau Mandrella ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Als Philosophin, die – gemeinsam mit Kollegen Prof. Dr. Martin Thurner – für die philosophische Ausbildung der Theologiestudierenden zuständig ist, beschränken sich ihre Lehraufgaben nicht nur auf den Bereich der mittelalterlichen Philosophie, sondern umfassen grundsätzlich alle für das Theologiestudium bedeutenden philosophischen Themen und Epochen. Für Prof. Mandrella steht fest, dass auch für aktuell geführte Debatten, etwa um die Willensfreiheit oder die Erkenntnistheorie, ein Blick in die philosophiegeschichtliche Vergangenheit fruchtbar sein kann. Insgesamt habe die Phase der mittelalterlichen Philosophie einen weit größeren Einfluss auf die Neuzeit, als gemeinhin zugestanden werde. Insofern sieht Prof. Mandrella es nicht nur als ihre Aufgabe an, die Forschung in Bezug auf diese Epoche voranzubringen, sondern auch, das selbst unter Fachkolleginnen und -kollegen immer noch weit verbreitete Unverständnis für die Philosophie des Mittelalters einem positiven Verständnis zuzuführen. Hierfür bietet das an der Fakultät angesiedelte „Martin-Grabmann-Forschungsinstitut für mittelalterliche Theologie und Philosophie“, dessen Vorstand Prof. Mandrella angehört, eine ideale Plattform.

Die Antrittsvorlesung von Frau Prof. Dr. Isabelle Mandrella "Die moralische Handlung als praktischer Sachverhalt bei Gregor von Rimini († 1358)“ findet am Freitag, dem 24.05.2013, 14 Uhr c.t. im Senatssaal der LMU München statt.