Katholisch-Theologische Fakultät
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Kirche

In der Vorlesung geht es um den dritten und abschließenden fundamentaltheologischen Traktat: die demonstratio catholica bzw. die Lehre von der Kirche. Die Vorlesung hat folgende Schwerpunkte: Nach einem kurzen Blick auf die gegenwärtige Situation der Kirche soll zunächst die traditionelle katholische Ekklesiologie vorgestellt werden, wonach die römisch-katholische Kirche die einzige wahre, d.h. von Jesus Christus gewollte und gegründete, Kirche ist. Die Aufgabe der traditionellen fundamentaltheologischen Ekklesiologie bestand darin, diesen Anspruch theologisch zu begründen. Im Anschluss daran werden verschiedene kritischen Rückfragen an diese traditionelle Position diskutiert, unter anderem die Frage, ob Jesus überhaupt eine Kirche gegründet hat. Die Diskussion dieser Fragen hat zu einem in wichtigen Punkten veränderten Selbstverständnis der Kirche geführt, das sich in den Texten des 2. Vatikanischen Konzils niederschlägt. Im weiteren Verlauf der Vorlesung wird dann ein Überblick über die Vielzahl christlicher Kirchen bzw. Glaubensgemeinschaften, ihre Entstehung und ihre zentralen Glaubensinhalte, gegeben. Im Anschluss daran werden die Entwicklung, Ziele und Probleme der ökumenischen Bewegung vorgestellt. Die Vorlesung schließt mit der Diskussion einer Frage, die im Verlauf der Christentums- und Theologiegeschichte immer wieder von neuem gestellt wurde - die Frage nach dem "Wesen des Christentums".

Literatur:

  • H. Döring: Grundriss der Ekklesiologie. Zentrale Aspekte des katholischen Selbstverständnisses und ihre ökumenische Relevanz, Darmstadt 1986.
  • W. Kern / H.J. Pottmeyer / M. Seckler (Hg.): Handbuch der Fundamentaltheologie, Bd. 3: Traktat Kirche, 2. Aufl., Tübingen-Basel 2000.
  • J. Meyer zu Schlochtern: Sakrament Kirche. Wirken Gottes im Handeln der Menschen, Freiburg-Basel-Wien 1992.
  • P. Neuner: Ökumenische Theologie. Die Suche nach der Einheit der christlichen Kirchen, Darmstadt 1997.