Katholisch-Theologische Fakultät
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Forschung Prof. Hilpert, Moraltheologie

Schwerpunkte in Forschung und Lehre

  1. Systematische Ethik und Hermeneutik der Theologischen Ethik
  2. Christentum und Menschenrechte
  3. Bioethik und anwendungsorientierte Medizinethik
  4. Ethik der Lebensformen
  5. Moral und Öffentlichkeit in der Mediengesellschaft

1. Systematische Ethik und Hermeneutik der Theologischen Ethik

In Weiterführung meiner Arbeit am neuen Lexikon für Theologie und Kirche ist zunächt eine systematische Darstellung der Grundlagen der Theologischen Ethik angezielt. Daneben gilt das Interesse der Verwendung und Bedeutung normativer Metaphern in der Ethik (z.B. Zelle, Haus, Netz, Entwicklung). Langfristig sollen die Ergebnisse zu einer Darstellung der Hermeneutik der Theologischen Ethik zusammengeführt werden.

2. Christentum und Menschenrechte

Nach dem Abschluss einer zweiten Monographie zu diesem Themenkreis, die sich schwerpunktmäßig mit einzelnen Menschenrechten sowie den Rechten bestimmter gesellschaftlicher Gruppen befasst, sollen weitere Bemühungen dem Spannungsverhältnis von Universalität und Identität, demjenigen von Rechten und Pflichten und dem der Minderheitenrechte gelten.

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3. Bioethik und anwendungsorientierte Medizinethik

Es sollen die im Zuge der Biotechnologie neu auftretenden ethisch relevanten Fragen verfolgt und in ihrer ethischen, rechtsethischen, psychosozialen und politischen Dimension erörtert werden. Dafür wäre es wünschenswert, informelle oder auch institutionalisierte Vernetzungen in den Bereich der Medizin und der Rechtsphilosophie herzustellen. Diese Aktivitäten sollen ergänzt werden durch einen Schwerpunkt Ethische Probleme im Krankenhaus und in psychosozialen Einrichtungen (z.B. Methoden der Erhebung und Bearbeitung von ethischen Konflikten, Pflegen, Beraten und Begleiten, Kulturkonflikte, Führungsethik).

Ein Interview zum Thema Menschenrechte von Herrn Prof. Hilpert ist aufrufbar.

4. Ethik der Lebensformen

Es soll sowohl den Bedingungen der Realisierbarkeit der klassischen Formen Ehe und Familie unter sich verändernden gesellschaftlichen Bedingungen (Individualisierung, Rollendefinition, Umgang mit Konflikten) nachgegangen als auch Erwartungen und soziale Implikationen neuer Lebensformen (Alleinerziehen, nichteheliche Lebensgemeinschaften u. a. m.) untersucht werden.

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5. Moral und Öffentlichkeit in der Mediengesellschaft

In diesem im Verhältnis zu meinen bisherigen Schwerpunkten neuen Forschungsbereich geht es um vier Fragestellungen, nämlich

  1. um die angesichts des zurückgehenden Einflusses der kirchlich-konfessionellen Lebenskulturen virulente Frage, wie ethische Orientierungen, die diskursiv erarbeitet wurden, in die Öffentlichkeit und in das sittliche Bewusstsein der Bürger 'implementiert' werden können,
  2. um die Akzentuierung und Elementarisierung ethischer Diskurse durch die Medien (m.E. besonders interessant: neue bioethische Spielräume, Umgang mit Persönlichem, Umgang mit Schuld der Vergangenheit),
  3. um die theoretische Beachtung des Einflusses von Beratungsstellen, Beiräten, Ärzte- und Anwaltskammern, Ethikkommissionen, Verbänden, Nichtregierungsorganisationen u.ä.m. auf das moralische Bewusstsein der Öffentlichkeit ('Moralagenturen'),
  4. um die Frage, wieweit die neuen weltweiten Netze der Information (Internet) spezifische Orientierungen und Kriterien verlangen.