Katholisch-Theologische Fakultät
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Studieninformationen Moraltheologie

Die Moraltheologie (Theologische Ethik) befasst sich mit dem Anspruch des Glaubens an die Lebensführung des Menschen. Das Grunddatum, von dem sie ausgeht, ist die Gestaltungsoffenheit des menschlichen Daseins durch das mit Willen und Vernunft begabte Subjekt. Formen und Motive verantwortlichen Handelns und guten Lebens bestimmt sie im Horizont des christlichen Verständnisses von Wirklichkeit, Welt und Mensch. Ihr Bemühen zielt darauf, dies in Auseinandersetzung mit anderen, nichttheologischen Ethikkonzepten und im Gespräch mit den für die Kenntnis des Menschen relevanten Wissenschaften zu konkretisieren. Die ethischen Probleme in einzelnen Handlungsfeldern werden in sogenannten Bereichsethiken (z.B. Bio-, Medizin-, Beziehungs-, Umwelt-, Medienethik) zusammengefasst.

Der viersemestrige Vorlesungszyklus (Inhalte siehe DStO, 1995, § 20 Abs. 1 und 2) beschäftigt sich in zwei Semestern mit den Grundlagen der Moraltheologie (Fundamentalmoral) und in den beiden anderen Semestern mit Einzelfragen der konkreten Ethik (Spezielle Moral). In diesen Vorlesungen wird der relevante Prüfungsstoff nach LPO I §§ 59 und 85 vermittelt.

Für das Lehramtsstudium sind vor allem die Vorlesungen zur Fundamentalmoral zu empfehlen. Darüber hinaus behandeln die Vorlesungen zur Speziellen Moral vor allem die in der LPO I § 85 II 3c genannten moraltheologischen Gebiete über den ‚Schutz menschlichen Lebens‘ und ‚Ehe und Familie‘. Für die nicht-vertieften Lehramtsstudiengänge an der TU/Lothstraße findet eine eigene, derzeit von der Sozialethik angebotene Vorlesungsreihe statt. Zur Vertiefung dieser Themen werden auch Seminare am Lehrstuhl angeboten.

Die Seminare (Pro/Haupt/Ober-Seminare) stehen den Studierenden aller Fachrichtungen (D/V/NV/EPTH) offen. In den Seminaren wird von jedem/r Studierenden die Übernahme eines Referats (mündlicher Vortrag mit didaktischer Strukturierung zur Einbeziehung der anderen TeilnehmerInnen) erwartet. Der Scheinerwerb kann durch die Anfertigung einer schriftlich ausgearbeiteten Seminararbeit (im wissenschaftlichen Sprachspiel) bei regelmäßiger Teilnahme an den Seminarsitzungen erfolgen.

Die (Pro)Seminare behandeln vor allem zentrale Themen, die Methoden und fachspezifische Fragestellungen und richten sich daher in besonderer Weise auch an Lehramtsstudierende. Hier soll moraltheologisches Grundlagenwissen erarbeitet und vertieft werden. Unter dieser Hinsicht ist auch der Besuch des 3-stündigen theologisch-ethischen Grundkurses zu empfehlen, der jeweils im Wintersemester angeboten wird.

In den Hauptseminaren werden meist aktuelle, in der Gesellschaft anstehende Probleme und Sachverhalte behandelt. Neben einem vertieften wissenschaftlichen Arbeiten wird gerade im Bezug auf die aktuelle Thematik Wert auf eine kompetente und angemessene Vermittlung moraltheologischer Inhalte durch die MultiplikatorInnen in Schule, Gemeinde und Gesellschaft gelegt.

Die Oberseminare richten sich an fortgeschrittene Studierende, die das Fach Moraltheologie zum Schwerpunkt gewählt haben und hier ihre Diplom- bzw. Zulassungsarbeit anfertigen oder sich auf ihr Lizentiat oder ihre Promotion vorbereiten. In den Sitzungen haben die Studierenden die Möglichkeit, ihre Arbeiten vorzustellen und gemeinsamer Beratung auszusetzen. Durch den Lehrstuhlinhaber und die AssistentInnen findet selbstverständlich eine unterstützende Einzelbetreuung statt.