Katholisch-Theologische Fakultät
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Festakt zum 70. Geburtstag von Prof. Dr. Ludwig Mödl

Ludwig Mödl treibt „Theologie mit offenen Augen“

Festakt in München anlässlich des 70. Geburtstags des ehemaligen Eichstätter Regens

 

(EK) Anlässlich des 70. Geburtstags von Prof. Ludwig Mödl hat am vergangenen Freitagabend im Herzoglichen Georgianum München ein akademischer Festakt stattgefunden. In Anwesenheit von Kardinal Friedrich Wetter hob der Münchner Erzbischof Reinhard Marx die Verdienste des Eichstätter Priesters und emeritierten Pastoraltheologen in Wissenschaft und Priesterbildung hervor. Auch Bischof Gregor Maria Hanke dankte dem Jubilar, der in der Vergangenheit sein Regens im Priesterseminar war.

 

„Wir sind froh, dass uns Prof. Mödl auch nach seiner Emeritierung in München erhalten geblieben ist“, sagte Erzbischof Marx: „Wie an Prof. Mödl gut zu sehen ist, setzt sich ein Priester nie zur Ruhe, auch wenn er in den Ruhestand geht.“ Außerdem dankte Marx dem Jubilar für die Arbeit, die er für die bayerischen Bistümer sowie für die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) geleistet hat. In einem schriftlichen Grußwort dankte Bischof Hanke dem Jubilar „sehr herzlich für sein Wirken als Priester und Professor“. Der Eichstätter Regens Josef Gehr übermittelte Mödl herzliche Glückwünsche aus dem Bistum Eichstätt und verwies unter anderem auf die umfangreichen Baumaßnahmen, die Mödl als Regens verantwortete. Außerdem erinnerte Gehr an die Zeit, als sich sein Amtsvorgänger im Priesterseminar im Pistolenschießen übte.

 

Seinen Geburtstag hatte Ludwig Mödl am vergangenen Gründonnerstag begangen. Er wurde am 20. März 1938 in Ingolstadt geboren. Mödl ist Priester der Diözese Eichstätt, 1966 wurde er im Dom in Eichstätt geweiht. Er wirkte in einer Zeit des Umbruchs in der Kirche von 1971 bis 1987 als Regens des Priesterseminars in Eichstätt. Dabei prägte er viele Priester des Bistums nachhaltig. Zu Beginn des großen Umbaus von Schloss Hirschberg übernahm Mödl 1987 die Leitung der Einrichtung. 1992 kehrte er für vier Jahre als Professor für Christliche Spiritualität und Homiletik an die Katholisch-Theologische Fakultät nach Eichstätt zurück, bevor er 1996 den Lehrstuhl für Pastoraltheologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) übernahm. Seit seiner Emeritierung 2003 wirkt er als geistlicher Begleiter im überdiözesanen Priesterseminar Georgianum neben der LMU. Im vergangenen Jahr übernahm Mödl das Amt des Universitätspredigers in St. Ludwig München in der Nachfolge des Religionsphilosophen Eugen Biser.

 

Prof. Andreas Wollbold, Nachfolger Mödls am Lehrstuhl für Pastoraltheologie in München, hielt die Laudatio während des Festakts. Er erklärte, Mödl treibe „Theologie mit offenen Augen“. Zusammen mit Veit Neumann, Mitarbeiter am Lehrstuhl, überreichte er die im Regensburger Verlag Friedrich Pustet erschienene Festgabe „Diener Gottes und Bruder der Menschen“. Veit Neumann sprach im Festvortrag über das Thema „Ludwig Mödl und das katholische Priestertum“. In Mödls Person vereinigten sich beide Beschreibungen des Priesters gemäß dem Zweiten Vatikanischen Konzil: der Verkünder wie auch der Darbringer des Opfers, erklärte Neumann. Veranstalter des Festakts, an dem rund 120 Wegbegleiter, Kollegen und Freunde teilnahmen, waren der Lehrstuhl für Pastoraltheologie und das Herzogliche Georgianum. Zum Abschluss spielte Mödl ein Stück auf der Zither.

 

Festschrift "Diener Gottes und Bruder der Menschen"