Europa als Herausforderung für die Religionspädagogik und Religionsdidaktik
Überlegungen aus verschiedenen Ländern und Konfessionen
Symposium
Der Lehrstuhl für Religionspädagogik und Didaktik des Religionsunterrichts veranstaltete ab 1997 jährlich ein Seminar an der Internationalen Universität in Venedig (Venice International University) mit dem Leitthema: "Comparative Religios Education in Europe". Die Teilnehmer, katholischer, evangelischer oder orthodoxer Konfession, kamen aus sechs europäischen Ländern. Im Mittelpunkt der gemeinsamen Arbeit stand jeweils die Frage der religiösen und kulturellen Entwicklung in Europa.
Die Programmübersicht zeigt die Vielfalt der Seminarinhalte.
Programmübersicht Venice I bis X
Zum 10-jährigen Jubiläum fand am Samstag, 10.11.2007 an der LMU München ein Symposium statt. Dozenten aus verschiedenen Ländern boten Referate und Arbeitsgruppen an.
Neben den bisherigen Seminarteilnehmern/-teilnehmerinnen waren alle interessierten Studierenden herzlich eingeladen und nahmen auch zahlreich teil.

Prof. Dr. Alfred Gleißner (em.), der Initiator der Seminarreihe, sprach zu dem Thema: "Das Projekt Europa. Religionspädagogische Überlegungen aus katholischer Sicht" und bot zusätzlich einen kurzen Rückblick auf die Seminarreihe.
Nach einer musikalischen Einlage ehemaliger Teilnehmerinnen, Fr. Ruth Amon (Geige) und Fr. Dr. Wilma Schönauer-Schneider (Flügel), stellte Herr Prof. Dr. Michael Wermke, Religionspädagoge an der Universität Jena, "Evangelische Beiträge zur Lösung europäischer Probleme" vor.

Das Buch, das Fr. Dr. Johanna Dichtl im Anschluss daran präsentierte, beinhaltet wichtige Gesichtspunkte zu "Europa und Religiöse Erziehung"; zu religionspädagogischen Folgerungen und didaktischen Akzenten.Es ist aus der Seminarreihe heraus entstanden und greift überwiegend Themen der letzten beiden Treffen auf.
Gerne nutzten die Teilnehmer die Pausen zum Gespräch und zur Betrachtung der Kunstwerke der Bildhauerin Marianne Schweiger, die das Tagungsthema perfekt ergänzten.
Alle in einem Boot Gemeinsam Welt gestalten
Viele Teilnehmer genossen das Wiedersehen und die gemeinsamen Erinnerungen an Venedig. Einige von ihnen haben über Jahre Kontakte gepflegt und die Verbindungen bis heute gehalten.

Am Nachmittag wurde das Programm in Arbeitskreisen fortgesetzt. Dozenten der drei großen Konfessionen und aus verschiedenen Ländern leiteten die Arbeitsgruppen.
| Nr. | Name |
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1. |
Interkulturelle und interreligiöse Erziehung (Prof. Dr. Jäggle/Wien) |
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2. |
Die Europäische Wertediskussion im Spiegel des Religionsunterrichts in Italien (Prof. Dr. Crotti/Reggio Emilia) |
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3. |
Global Action Schools - Ein länderübergreifendes Projekt zum Globalen Lernen (M.A. Prügger/Graz) |
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4. |
Griechisch-Orthodoxer Religionsunterricht in Griechenland und in der Diaspora (Dr. Chouvarda/Thessaloniki und Dipl.Theol. Kiroudi/München) |
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5. |
Ist eine Schulkultur ohne Religion möglich? (Dr. Muchova/Budweis) |
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6. |
Der Umgang der Christen in den neuen Bundesländern mit ihren areligiösen Zeitgenossen (Dipl.Theol. Beck/Erfurt) |
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7. |
Bildung - Religion - religiöse Bildung (Prof.Dr. Bock/München) |
In den Kleingruppen der verschiedenen Arbeitskreise hatten die Teilnehmer nach einem themenbezogenem Kurzreferat die Möglichkeit, sich auszutauschen.
Die Gespräche wurden teilweise auch in den Pausen fortgesetzt.
Die Studierenden Anne Weinhuber und Katharina Högner erweiterten die zweite musikalische Einlage mit einem Klarinettenduo und leiteten damit den letzen Teil des Symposiums ein.
Frau PD Dr. Ludmila Muchova aus Budweis (Tschechien) ließ die Zuhörer in einem Rückblick an ihren Venedigerlebnissen teilnehmen.
Zur Freude aller gestaltete Prof. Dr. Horst Herion den Abschluss der Tagung noch musikalisch.
In Zukunft sollen die Seminare abwechselnd an verschiedenen Orten in Europa stattfinden. Das erste Treffen wird von Frau Dr. Muchova in Budweis vorbereitet.
