Katholisch-Theologische Fakultät
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Schmid (von), Alois

Alois Schmid (von)

1866-1877 ordentlicher Professor für Dogmatik, ab 1878-1903 auch für Apologetik

Biografische Daten

geboren in Zaumberg bei Immenstadt am 22.12.1825
gestorben in München am 16.03.1910

Vater: Schmid, Joseph Anton
Mutter: Käser, Maria Anna

Priesterweihe: 27.07.1849 in Augsburg

Stationen der wissenschaftlichen und beruflichen Tätigkeit

  • 1838-1844 Studienanstalt St. Stephan in Augsburg
  • 1844 Studium der Philosophie und Theologie an der LMU München
  • 1850 Dr. theol. München
  • 1850 Professor für Religionslehre und Geschichte für die katholischen Schüler am königlichen Gymnasium Zweibrücken
  • 1852 Professor für Philosophie am Königlichen Lyzeum in Dillingen
  • 1866 o. Professor für Dogmatik an der LMU München und 1878 Übertragung der Apologetik als Nominalfach
  • 1882-1884 und 1898-1900 Dekan der Theologischen Fakultät
  • 1903 Entbindung von der Verpflichtung zu Vorlesungen (hält aber bis 1905 noch freiwillig Vorlesungen)

Ehrungen

  • 1872 Ritterkreuz vom Hl. Michael I. Klasse
  • 1880 Erzbischöflicher Geistlicher Rat
  • 1893 Ritterkreuz des Verdienstordens der bayerischen Krone und Erhebung in den persönlichen Adelsstand
  • 1898 Päpstlicher Hausprälat
  • 1900 Ehrenkreuz des Ludwigordens
  • 1901 Königlicher Geheimrat
  • 1903 Bayerischer Verdienstorden vom Hl. Michael II. Klasse

Werke

  • Die Bisthumssynode. Auf- und Ausbau ihrer Verfassung, ihr Einsturz in der neuern Staatskirche, ihr Neubau in der freiern Kirche, 2 Bde., Regensburg 1850-1851.
  • Entwicklungsgeschichte der Hegel'schen Logik. Ein Hilfsbuch z. einem geschichtlichen Studium derselben mit Berücksichtigung der neuesten Schriften von R. Haym und K. Rosenkranz, Regensburg 1858 (Nachdruck Hildesheim 1976).
  • Die Thomistische und Scotistische Gewißheitslehre. Eine historisch-kritische Abhandlung, Dillingen 1859.
  • Wissenschaftliche Richtungen auf dem Gebiete des Katholicismus in neuester und in gegenwärtiger Zeit, München 1862.
  • Wissenschaft und Auctorität. Mit besonderer Rücksicht auf die Schrift von Constantin von Schäzler: „Neue Unterss. über das Dogma v. der Gnade und das Wesen des christlichen Glaubens“, München 1868.
  • Untersuchungen über den letzten Gewißheitsgrund des Offenbarungsglaubens, München 1879.
  • Erkenntnißlehre, 2 Bde., Freiburg i. Br. 1890.
  • Apologetik als spekulative Grundlegung der Theologie, Freiburg i. Br. 1900.

Literatur

  • Tilman Pesch, Dr. Alois Schmid über die Erkenntnislehre, in: PhJ 7 (1894) 306-315 und 395-407.
  • Andreas Schmid, Geheimrat Dr. Alois Ritter von Schmid. Sein Leben und seine Schriften, Regensburg 1911.
  • Christian Schreiber, Alois von Schmid, in: PhJ 24 (1911) 104-112.
  • Anton J. Schneider, Die theologische Erkenntnislehre bei Alois von Schmid (1825-1910), München 1964.
  • Georg Denzler, Das I. Vatikanische Konzil und die Theologisch Fakultät der Universität München, in: AHC 1 (1969) 412-455.
  • Josef Finkenzeller, Alois von Schmid (1825-1910), in: Heinrich Fries/Georg Schwaiger (Hg.), Katholische Theologen Deutschlands im 19. Jahrhundert , Bd. 3, München 1975, 125-144.
  • Raimund Lachner, Art. Alois von Schmid, in: BBLK 9 (1995) 330-334.
  • Klaus Unterburger, Art. Alois von Schmid, in: LThK3 9 (2000) 178.