Katholisch-Theologische Fakultät
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Wandel als Chance oder Katastrophe

Autoren/Herausgeber: Markus Vogt
Erschienen: August 2018

Deutschlands Flüchtlingspolitik, Digitalisierung, Änderungen in der Demografie – all diese und viele weitere Umstände führen zumindest gefühlt zu einem Wandel. Aber was ist das überhaupt? Und ist er positiv oder negativ? In seinem Essay erklärt Markus Vogt, mit welcher inneren Haltung wir dem Wandel begegnen sollten, um ihn als Chance zu begreifen, und warum wir eine Ethik der Solidarität benötigen, um niemanden abzuhängen.

 

Inhalt

1. EPISTEMOLOGIEN DES WANDELS

2. AUFGEKLÄRTER KATASTROPHISMUS: WIDER DIE NAIVE SICHERHEIT

3. RESILIENZ: SICH FESTMACHEN AN DEM, WAS BESTAND HAT

4. TRANSFORMATIONSETHIK: BEFÄHIGUNG ZUR GESTALTUNG DES WANDELS

Aus dem Vorwort

Viele erleben die Gegenwart als Zeit des beschleunigten Wandels, als Zeit des Übergangs, in dem bekannte Ordnungsmuster in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft an Geltung verlieren, ohne dass die künftige Ordnung schon erkennbar ist. Manche sprechen auch von einer Zeit der „Großen Transformation“, die durch beschleunigte Innovationen, multiple Krisen und vielfältige Umbrüche und Aufbrüche gekennzeichnet ist. Diese Gegenwartsdiagnosen verbinden sich mit ganz unterschiedlichen Zukunftserwartungen und Handlungsvorschlägen. Die folgenden Ausführungen nehmen dieses Panorama zum Anlass, die Gegenwartsdeutungen erkenntnis- und sozialtheoretisch zu vergleichen (1), dabei die Zukunftserwartung der Katastrophe näher anzuschauen (2), nach Bewältigungsstrategien für den Umgang mit Unsicherheiten und einer offenen Zukunft zu fragen (3) und schließlich das Programm einer christlich geprägten Transformationsethik zu entwerfen (4). Der rote Faden des Essays ist ein Realismus der Hoffnung, der sich sowohl von utopischen wie auch von dystopischen Modellen abgrenzt.